Voltigierturnier in Rehbeck

Der RFV Lucie e.V. hat im Rahmen seines großen Voltigierturniers mit 130 Aktiven auch Wettbewerbe für Menschen mit Behinderungen im Einzel- und Doppelvoltigieren / unified, was bedeutet, dass behinderte und Regelsportler gemeinsam voltigiert haben.

Besonder erfolgreich verliefen für den Verein die Wettbewerbe im Einzelvoltigieren für Frauen mit geistiger Behinderung, bei dem sich drei Damen vom RFV Lucie die ersten drei Plätze sichern konnten. Nicole Peters gewann vor Nancy Angermann und Stefanie Schweitzer. Kirsten Pfeffer und Gabi Eickmeyer führten die Longen. Bei den Männern gab es im Einzelvoltigieren ebenfalls Treppchenplätze für den gastgebenden Verein. Den ersten Platz belegte Nico Jann, gefolgt von Helmut Nauheimer und Oskar Singarsch.

Gute Organisation und ein schönes Rahmenprogramm rundeten die Veranstaltung ab.

Niedersachsens Pferdesportler bei den Special Olympics nationalen Spielen in Düsseldorf

 

Vom 19. bis 23.Mai 2014 trafen sich in Düsseldorf 4800 Athleten mit einer geistigen Behinderung begleitet von ihren Trainern, Betreuern und Familien. In 18 verschieden Sportarten und in einem wettbewerbsfreien Angebot stellten die Athleten ihr Können unter Beweis. Vermehrt wurden in den Sportarten auch sog. „unified-Wettbewerbe“ angeboten, in denen ein behinderter Sportler bzw. mehrere mit einem oder mehreren nichtbehinderten Partnern zusammen einen Wettbewerb bestreiten.

 

Institutionen für Menschen mit Behinderung, Schulen und Vereine mit Behindertenabteilungen nahmen diese Wettbewerbsangebote wahr, wenn sie Mitglied im jeweiligen Special Olympics Landesverband sind.

 

Nicht alle Teilnehmer konnten ihre eigenen Pferde mitbringen, so dass zahlreiche Reit-und Voltigier-Leihpferde zur Verfügung gestellt werden mussten. Das stellte eine besondere Herausforderung für die Athleten, Trainer und die Organisation dar.

 

Für den Pferdesportverband Hannover e.V. waren 23 Voltigierer und 10 Reiter am Start.

 

Die Voltigier-und Reitwettbewerbe wurden auf der „Reitanlage De Groot“ direkt in Düsseldorf durchgeführt.

 

Zu Beginn der Wettbewerbe fand eine Klassifizierung statt – die teilnehmenden Athleten wurden in Leistungsgruppen eingeteilt. Mittels der gezeigten Pflichtübungen im Voltigieren und Reitaufgaben nach Weisung der Richter erstellten diese Gruppen, in denen dann in den Finalwettbewerben die Rangierung erfolgte.

 

Beim Voltigieren waren Einzel-und Gruppenwettbewerbe in unterschiedlichen Leistungslevels ausgeschrieben – hier waren die Niedersachsen stark vertreten und konnten gute Leistungen aufweisen.

 

Als Demonstrationswettbewerb waren ein „Duo-Voltigierwettbewerb mit Kostümen“ und ein Gruppenwettbewerb ausgeschrieben.

 

 

Folgende Ergebnisse wurden erzielt:

 

Einzel E3:

 

Im Einzelvoltigieren im Level E3 konnte Hartmut Böttcher Gold, Lars Bührig Silber und Angela Grosse Bronce vom Reit-und Fahrverein Isenbüttel gewinnen.

 

Einzel E4:

 

Im Einzelvoltigieren im Level E4 gab es Bronce für Melissa Scheunemann von der Schule am Wiesendamm in Bederkesa , Silber für Nadine Küppers von der Lebenshilfe Gifhorn, 4.Platz Matthias Meinecke ebenfalls Lebenshilfe Gifhorn und 5. Platz Nicole Peters, RFV Lucie.

 

Gold gewann Steffi Schweitzer vom RFV Lucie , gefolgt von Carolin Albrecht, Silber Lebenshilfe Gifhorn und Michaela Gäde ebenfalls Lebenshilfe Gifhorn, Bronce Patrick Böschen, 4.Platz Klaas Schwebe beide von der Schule am Wiesendamm in Bederkesa; 5.Platz Nico Jann, RFV Lucie und Kira Schintag Lebenshilfe Gifhorn, 6.Platz ging an Nancy Angermann vom RFV Lucie e.V. gefolgt von 7.Platz Andreas Kindscher von der Schule am Wiesenbaum, Bederkesa.

 

Gruppenwettbewerbe G3 und G4:

 

Gold im Gruppenwettbewerben G3 und G4 gewann der RFV Isenbüttel.

 

Silber gewann in der Prüfung G4 die Schule unter den Eichen/Wedemark.

 

 

 

Ergebnis Unified Duo als Demonstrationswettbewerb:

 

Gold: Steffi Schweitzer und Rebecca Hannemann

 

Silber: Nicole Peters und Estelle Gnade

 

Bronce: Nancy Angermann und Estelle Gnade

 

4.Platz: Nico Jann und Rebecca Hannemann

 

alle vom RFV Lucie

 

 

 

Bei den Reitwettbewerben zeigten die Niedersachsen in dem Geschicklichkeitstrail ihre Stärken:

 

Geschicklichkeitsparcours B

 

Gold: Celina Scholz, RFV Isenbüttel

 

Bronce: Gunter Kaune, RFV Isenbüttel

 

8.Platz: Aliki Patropoulus

 

 

 

Dressur: Level A

 

4.Platz: Lars Bührig, RFV Isenbüttel

 

6.Platz:Jennyca Karstens, Schule unter den Eichen, Wedemark

 

7.Platz: Hartmut Böttcher, RFV Isenbüttel

 

Dressur: Level B

 

Silber: Celina Scholz, RFV Isenbüttel

 

5.Platz: Gunther Kaune RFV Isenbüttel und Alilki Patropoulos

 

6.Platz: Thomas Meyer, RFV Isdenbüttel

 

 

 

 

 

Das Rahmenprogramm, mit der Eröffnungsfeier am 19.05. im ISS Dome,

 

die wettbewerbsfreien Angebote in Olympic Town rund um die Esprit Arena und die wettbewerbsfreien Angebote sowie das Healthy Athletes Programm sind für alle Beteiligten eindrucksvolle Erlebnisse gewesen.

 

Am 23.05.2014 fand die offizielle Abschlussfeier in der Electric Halle in Düsseldorf mit einer bewegten Athletendisko statt – eine Woche voller Anstrengungen, einmaliger Erlebnisse und Herausforderungen, die erfolgreich von Menschen und Pferden bewältigt wurden.

 

 

 

gez.G.Eickmeyer

 

 

 

Termine 2014

26.07.14             Inklusion Volti-Regionaltag in Lüchow-Rehbeck

13.11.14             Tagung Ausschuß Ther.R (LK) in Uelzen

19.11.14             Fachtagung (Einzelheiten folgen)

Jahresfachtagung des Ausschusses für Therapeutisches Reiten im PSV Hannover e.V. am 20.11.2013

 

Der Einladung waren 28 in diesem Bereich tätige Therapeuten, Förderpädagogen und Trainer aus Niedersachsen gefolgt. Die Caritaseinrichtung Heimstatt Röderhof bei Hildesheim / Dieckholzen  mit ihrem engagierten Reitpädagogenteam bot allen Teilnehmern mit der Organisation und Herrichtung von Seminarraum, Technik, guter Verpflegung und den vorbildlichen Hallen- ,Stall- und Auslaufanlagen  vielfältige Anregungen.

 

Die vom Ausschuss auf Wunsch der Fachtagsteilnehmer des vergangenen Jahres aufgegriffenen Beitragswünsche konnten erfüllt werden. So wurde das Thema:

 

Rettungskette bei Reitunfällen“ durch den Referenten Sven Ottmer (Berufsfeuerwehr BS) anschaulich erläutert und vertieft. Auf Praxisanfragen wurden gut umsetzbare Tipps mitgegeben. Sehr deutlich wies Herr Ottmer auch auf die Notwendigkeit von grundlegenden Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld hin, wie z.B. Telefonlisten, Verbandsmaterialien und Schulung der Trainer und Verantwortlichen.

 

Ein Unfall ist passiert, was ist zu tun ?

 

  • Ruhe bewahren ! -Überprüfen, ob Eigen- oder Drittschutz notwendig ist(d.h. Strom, Feuer, Gas usw.) -Verunfallten aus dem Gefahrenbereich retten - Wenn möglich : Notruf absetzen lassen -112 -Versorgung des Verunfallten : Erste Hilfe Maßnahmen einleiten – Zuspruch und Beistand für den Verunfallten leisten, nicht allein lassen Begleitende Maßnahmen einleiten : Rettungsdienst einleiten – den Verunfallten vor Schaulustigen schützen

 

Rettungskette

 

  1. Sofort-Maßnahmen – ansprechbar ?- Atmung, Puls ? Vitalfunktionen prüfen : -Bewusstsein  - Atmung   - Puls

  2. Notruf 112  - Wo ist es passiert ?- Was ist passiert ? – Wie viele Verletzte gibt es ? – Welche Art von Verletzungen liegen vor ? – Warten auf Rückfragen

  3. Erste Hilfe – Vitalfunktionen sichern – Atmung/Bewusstsein – stabile Seitenlage – Verbrennungen kühlen – Schwellungen kühlen – Verunfallten betreuen

  4. Rettungsdienst – Einweiser aufstellen – Zufahrt/Wege frei machen – für ausreichend Licht sorgen – Informationen über den Unfallhergang geben – Patienteninformationen weitergeben (Medikamentenliste- Krankenversicherungskarte –Kontakt zu Angehörigen)

  5. Krankenhaus –Patient wird zur Aufnahme gebracht – Übergabe durch den Rettungsdienst an das erstbehandelnde Personal – Datenaustausch  

    „Anerkennung von Pferdebetrieben „ lautete das zweite Thema dieser Tagung bei dem Denise Leuwer, Landesbeauftragte des DKThR die Voraussetzungen für die Anerkennung einer Reitanlage nach den Kriterien der FN und des DKThR umfänglich darstellte. Alle Voraussetzungen für den Erhalt der Grundschilder FN und das des DKThR konnten bei der Begehung der Reitanlage im Röderhof praktisch  erlebt werden. Die Umsetzung von „best practice“ für die Arbeit mit Menschen im therapeutischen Bereich und Pferden regte die Teilnehmer zu intensivem Austausch über ihre Anlagenbedingungen zu Hause an und so manche neue Idee für den „eigenen Stall“ wurde entwickelt.

    ( Anträge unter: „FN –Grundschild Pferdehaltung“ und „DKThR - downloads - Anerkennung für Einrichtungen“) 

    Im  Bericht aus der Arbeit des Ausschusses für Therapeutisches Reiten wurde der neu erstellte Flyer verteilt, in dem die Bereiche des Therapeutischen Reitens vorgestellt werden sowie die Aufgaben und Ziele des Fachausschusses innerhalb des PSV Hannovers.  Ebenfalls dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit zuzuordnen sind die neuen Roll-ups, die als Werbeträger auf  Messen und für Veranstaltungen mit Inhalten aus dem Bereich „Therapeutisches Reiten“ eingesetzt werden können. Auf der „Pferd und Jagd“ 2013 wird das Therapeutische Reiten mit Praxisbeispielen und Informationen  aus dem Bereich des PSV Hannover e.V. von einem engagierten Team vertreten werden.

    Für 2014 gab es konkreten Verabredungen für breitensportliche Reit - und Voltigierveranstaltungen, den Landesbehinderten Reitertag, Informationsveranstaltungen im Bezirksverband Lüneburger Heide und den Fachtag.

    gez. Gabi Eickmeyer